Hoverboards: Die Zukunft der Fortbewegung0

Seit der legendären Hoverboard-Szene aus dem achtziger Jahre Film „Zurück in die Zukunft II“, in welcher Michael J. Fox als Marty McFly vor den Bösewichten flüchtet, möchte so ziemlich jeder Technikbegeisterte einmal auf einem schwebenden Skateboard stehen. Was 1989 noch Teil einer Science-Fiction-Film-Trilogie war, ist inzwischen zur Wirklichkeit geworden.

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Lexus hat mit einer Eigenentwicklung bewiesen, dass man auf einem Skateboard schweben kann und damit auch vorankommt, ohne jeglichen Kontakt zum Boden zu haben. Ermöglicht wird das durch einen eigens für diese Vision entworfenen Skatepark, welcher zuvor in Barcelona (Spanien) angelegt wurde und die Grundbedingungen für das außerordentliche Schwebeerlebnis liefert. Das Lexus-Board schwebt nämlich nur auf extra vorgefertigten Magnetschienen. Dafür mussten rund 200 Meter Magnetschienen verlegt werden, denn sonst passiert mit Lexus‘ Hoverboard (auch „Slide“ genannt) nicht viel.

Anders verhält es sich bei den handelsüblichen Hoverboards, welche als Sport- und Fitnessgeräte angeboten werden. Wer solch ein Hoverboard kaufen möchte, der findet eine große Auswahl an Herstellern. Die für den Privatgebrauch bestimmten Boards sehen aus wie Miniatur-Segways, nur eben ohne Lenkstange. Die Fortbewegung wird über einen Elektromotor realisiert, weshalb man auch von sogenannten E-Boards spricht.

Typischerweise besteht ein E-Board aus einer zweirädrigen Achse mit zwei kleinen Plattformen, auf denen der Skater steht. Ausbalanciert wird das Rollbrett über eine elektronische Antriebsregelung. Durch Gewichtsverlagerung und Stellung der Füße kann der Fahrer Einfluss auf die Fahrtrichtung des E-Boards nehmen. Wer vorwärts rollen möchte, der verlagert seinen Köperschwerpunkt ein kleines bisschen nach vorn. Je stärker die Neigung, umso schneller rollt das Brett. Einige Boards erreichen so bis zu 20 Kilometer pro Stunde.

Die Sensoren, zum korrekten Antrieb der Räder und zur Ansteuerung von LEDs am Board, befinden sich auf einer Platine, die unter der Trittfläche montiert ist. Anders verhält es sich beim schwebenden Prototypen „Slide“ von Lexus.

Das Slide beherbergt zwei Elemente aus supraleitendem Material im Inneren, welche mit flüssigem Stickstoff auf -197 Grad Celsius heruntergekühlt werden. Durch diese enorme Kälte wird das spezielle Material „feldfrei“. Die Supraleiter halten dann ein Magnetfeld aufrecht, das das Hoverboard über der Magnetbahn schweben lässt.

Um diese völlig neue Art der Fortbewegung auszureizen, engagierte Lexus den erfahrenen Profi-Skater Ross McGouran, der mit dem Board sogar eindrucksvoll in einem Werbevideo übers Wasser gleitet. Selbst Sprünge über ein Auto werden im Video „The Lexus Hoverboard: It’s here“ gezeigt.

Hoverboards sind heutzutage also keine Hollywood-Fantasie mehr und bereiten bei ordnungsgemäßen Umgang viel Freude und Action.

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+Benny Neugebauer