Die Power der Loot Boxen im eGaming0

Die Hersteller der Video Spiele haben mit den Loot Boxen eine neue Einnahmequelle gefunden. Um das Überleben des Unternehmens zu sichern, reicht es in der heutigen Zeit nicht aus, einfach nur Kopien einer Software zu verkaufen. Aus jeder verkauften Kopie werden bis zu 10 Raubkopien angefertigt und der Hersteller geht leer aus. Die Dunkelziffer könnte sogar viel höher liegen. Man kennt das noch von früher, als CD´s gebrannt worden sind, zusätzliche Chips in die Spielkonsole eingebaut wurden oder als viele Leute im Internet nach Cracks für diverse Software gesucht haben. Heute haben sich die Entwickler von Spielen etwas Neues einfallen lassen, um die Verkaufszahlen dauerhaft halten zu können.

Games mit Loot Boxen, ebenfalls bekannt unter den Namen Loot Crate oder Prize Crate, können durch zusätzliche Einlagen ein wenig erweitert oder in der Entwicklung des Spielstandes beeinflusst werden. Unter dem Begriff „Loot Box“ versteht man eine virtuelle Kiste mit zufälligen Tools, die das Game erleichtern. Diese Kisten können käuflich erworben oder freigespielt werden.

Es gab eine große Diskussion, ob Loot Boxen mit dem Glücksspiel, wie zum Beispiel onlinecasinopolis.de, gleichgesetzt werden müssen. Schließlich berge dieser ungewisse Kauf Suchtpotenzial und würde durch keine Aufsichtsbehörde überwacht werden. Das würde auf zusätzliche Kosten bei den Entwicklern stoßen, die dann im Endeffekt auf die Spieler übertragen werden würden.

Loot Boxen

Viele Spiele werden heute in weltweiten Netzwerken gespielt. Die Spielstände wachsen in Echtzeit. Selbstverständlich kann jemand, der neu in das Spiel einsteigt, nur schwer das Level der Spieler erreichen, die bereits Jahre Vorsprung haben. Einige Games verlangen bereits eine Art Grundgebühr, um auf dem Server spielen zu können. Mit den Loot Boxen ergeben sich zwar einige Vorteile den Spielstand schneller aufwerten zu können, jedoch kommen dadurch zum Teil unübersichtliche Kosten auf den Spieler zu.

Was genau sind Loot Boxen?

In einer Loot Box bekommt der Spieler mächtige Waffen oder weitere Items, die ihn im Spielverlauf weiter bringen und Zeit ersparen. Durch Loot Boxen kann sich der Spieler in einem bereits gekauften Spiel mit zusätzlichen finanziellen Einlagen einen gewichtigen Vorteil verschaffen. Zwar können die Loot Boxen auch im Spielverlauf erspielt werden, jedoch kann man sich mit wenigen Euros ganz schnell hochleveln und bei den „großen“ mitspielen. Das wird oft als ein Pay-To-Win System bezeichnet, welches den anderen Spielern einen erheblichen Nachteil verschafft. Der eigentliche Preis, den der Spieler für das Game bezahlt, kann um ein Vielfaches höher ausfallen, als die Anschaffungskosten es in Aussicht stellen. Die Spieleentwickler erzielen bis zu 90 % der Einnahmen für ein Video Spiel über die Loot Boxen und müssen sich nicht mit Lizenzverletzungen in Hinsicht auf Raubkopien auseinandersetzen.

Loot Boxen – Kritik der Behörden

Die belgische Glücksspiel-Kommission sieht bei diesen Kisten mit „zufälligen“ Items einen Verstoß gegen das Glücksspielgesetz. Die Anschaffung einer Glücksspiellizenz würde viele Entwickler von Spielen aus dem Rennen werfen. Neben den hohen Kosten, die die Anschaffung einer Lizenz abverlangt, müssten sich die Entwickler mit hohen Auflagen und ständigen Prüfungen auseinandersetzen. Die Unternehmen, die sich auf einem solchen Markt behaupten könnten, würden die Unkosten auf die Spieler übertragen müssen. Im Endeffekt wäre der Endverbraucher der Leidtragende. Das Angebot wäre verhältnismäßig klein und die Kosten hoch. Glücklicherweise haben die Aufsichtsbehörden aus Großbritannien und Dänemark keine Einwände und es wird vorerst keinen EU-Verbot geben.

Die Jugendschutzbeauftragten schlagen jedoch trotzdem Alarm. Kinder und Jugendliche wären leicht zu manipulieren und würden das Ausmaß des Suchtpotenzials nicht wahrnehmen können, während sie sich in laufende Kosten verrennen. Derzeit haben die Eltern die Aufgabe ihre Kinder darüber aufzuklären. Es wird ein Mindestalter gefordert, denn schließlich wären andere „finanzielle Glücksspiele“ im Raum des Schutzalters verboten. Einige Politiker setzen sich dafür ein In-Game-Käufe, die auf „zufälligen“ Anschaffungen beruhen, gänzlich verbieten zu lassen.

Meinung der Anbieter

Die Anbieter weisen die Vorwürfe, Kinder in eine Kostenfalle locken zu wollen, immens ab. Gegebenenfalls sind sie sogar bereit einige Umstände ein wenig anzupassen. Schließlich würde es sich bei den Loot Boxen oft um „optische“ Gegenstände handeln, die zu dem jeweiligen Zeitpunkt zwar einen Vorteil verschaffen, im Spielverlauf aber trotzdem verfügbar wären. Auch mit Einlagen von Millionen, könne der Spieler nicht zwangsläufig „unschlagbar“ werden. Dadurch wäre es kein Pay-To-Win System. Die Entscheidung Geld zu investieren liegt bei dem Spieler. Diese Items könnte man sich auch durch Mühe und Einsatz im Spielverlauf verdienen.

Post teilen


Delicious Digg Google+

Kommentar abgeben

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Microsoft Certified Professional Logo
 

Werbung


+Benny Neugebauer