Warum fanden im letzten Jahrzehnt immer mehr DDoS-Attacken statt?0

Wer immer wieder einmal einen Blick auf Unternehmensnachrichten wirft, wird einem Begriff mit Sicherheit schon einmal über den Weg gelaufen sein. Die sogenannte DDoS-Attacke ist eine Gefahr, die über das Internet auftritt. Doch was steckt eigentlich hinter den so gefährlichen Attacken, wie können sie vermieden werden und welche bekannten Fälle existieren? Wir haben uns DDoS-Attacken einmal genauer angesehen.

Quelle: Unsplash

Um DDoS zu verstehen, müssen wir mit DoS beginnen. Es handelt sich dabei um die Abkürzung für den englischen Begriff Denial of Service, auf Deutsch in etwa Verweigerung des Dienstes. DoS wird eine Situation dann bezeichnet, wenn ein Dienst im Internet eigentlich verfügbar sein müsste, das allerdings nicht ist. Im Normalfall geschieht ein solcher Vorfall durch eine Überlastung des Datennetzes. Doch eine andere Option ist es, dass eine Attacke auf den Server vorliegt. Da jedoch vor allem große Unternehmen das Ziel solcher Angriffe sind, muss im hohen Maß attackiert werden, um tatsächlich für eine Überlastung der Strukturen zu sorgen. In diesem Fall wird vom Distributed Denial of Service gesprochen, abgekürzt eben zu DDoS. Wie das Wort distributed bereits vermuten lässt, wird der Angriff also auf eine Vielzahl von Rechnern aufgeteilt, weshalb das Blocken eines entsprechenden Angriffs überaus schwierig ist.

Im Verlauf der Jahre wurden verschiedene Arten der DDoS-Attacke bekannt. Eine Möglichkeit ist es, Backdoor-Programme durch Trojaner auf möglichst vielen Rechnern zu installieren, sodass diese sich selbstständig im Netzwerk ausbreiten. Doch auch andere technische Geräte des Alltags können gefährdet sein. Zu diesen gehören zum Beispiel Smart-TVs, Überwachungskameras und Smartwatches. Genau deshalb warnen viele Experten immer wieder vor den ihrer Meinung nach nicht ausreichend geschützten Smart-Home-Anwendungen. Durch Standard-Passwörter und seltene Updates sind sie ein besonders leichtes Angriffsziel. Sogar Staaten nutzen immer wieder DDoS-Attacken, allerdings im Normalfall nicht aus löblichen Vorsätzen.

Bekannte Fälle überall in der Welt

Quelle: Unsplash

Um einen DDoS-Angriff von Vornherein unwahrscheinlich zu machen, können einfache Maßnahmen ergriffen werden. So sollten Passwörter regelmäßig geändert und die Einstellungen der Firewall kontrolliert werden, um den Risiken entgegenzutreten. Eine Methode, die sich für größere Unternehmen lohnt, nennt sich Server Load Balancing. Der eingehende Traffic wird dabei innerhalb des Serverpools an ausgewählte Server weitergeleitet. Somit soll verhindert werden, dass ein einzelner Server überlastet wird, während andere eigentlich noch große Kapazitäten zur Verfügung stellen könnten. Über die Jahre hinweg wurde diese Methode immer wieder eingesetzt, um negativen wirtschaftlichen Folgen und zusätzlichen Arbeitsstunden für die IT-Abteilung zu entgehen.

Im Juli 2009 wurden Webseiten der USA und Südkoreas von über 30.000 PCs mit Schadsoftware angegriffen, sodass Nachrichtendienste und Shopping-Anbieter nicht mehr erreichbar waren. Ab September 2012 wurde es jedoch noch kritischer, als US-Banken das Opfer von regelmäßigen Angriffen wurden. Gut vier Jahre später wurde Internetdienstleister Dyn Opfer eines DDoS-Angriffs. Dabei wurden mit Spotify, Airbnb und Twitter einige der größten Plattformen der Welt lahmgelegt. Zuletzt machte Amazon auf sich aufmerksam, als das Unternehmen bekannt gab, den bislang größten DDoS-Angriff aller Zeiten abgewehrt zu haben. Der Online-Gigant wurde mit 2,3 Tbps an drei Tagen in Folge angegriffen. Allerdings hielt man den Attacken dank der eigenen Sicherheitsstruktur stand. Letztendlich haben die Staaten und Unternehmen aus den Angriffen gelernt und arbeiten nun noch effektiver an der Gewährleistung ihrer Sicherheit.

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+Benny Neugebauer