Prognose: Mehr als eine Milliarde Krypto-Besitzer in 2022

Laut einem neuen Bericht könnte die Zahl der Besitzer von Kryptowährungen in diesem Jahr auf mehr als eine Milliarde Menschen weltweit ansteigen. Dies könnte die globale Akzeptanz der neuen digitalen Währungen deutlich erhöhen.

Das Portal Crypto.com veröffentlichte letzte Woche seinen „Crypto Market Sizing“-Bericht. Dieser zeigt eine Analyse der Kryptowährungsadoption weltweit. Die globale Krypto-Population ist im Jahr 2021 um ganze 178 Prozent gestiegen, von 106 Millionen im Januar auf 295 Millionen im Dezember, zeigt die Analyse. Das Portal führt aus: „Es wird erwartet, dass die Zahl der Krypto-Nutzer bis Ende 2022 eine Milliarde überschreiten wird.“ Dazu gehören unter anderem auch die Nutzer von News Spy.

Der Bericht erklärt, dass die Akzeptanz von Kryptowährungen in der ersten Hälfte des Jahres 2021 „bemerkenswert“ war, und fügt hinzu, dass der Haupttreiber des Wachstums Bitcoin war. Darüber hinaus „können es sich die Staaten nicht länger leisten, den zunehmenden Druck der Öffentlichkeit auf Kryptowährungen zu ignorieren. Wir können in vielen Fällen eine freundlichere Haltung gegenüber der Kryptoindustrie erwarten“, heißt es in dem Bericht weiter.

„Wir erwarten, dass die Industrienationen klare rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen für Krypto-Assets schaffen“, so Crypto.com weiter: „Mehr Nationen, die mit einer hochinflationären Wirtschaft und einer abwertenden Währung konfrontiert sind, könnten Kryptowährungen als gesetzliches Zahlungsmittel einführen und damit dem Beispiel von El Salvador folgen.“ Das pazifische Inselkönigreich Tonga könnte zum Beispiel bereits das nächste Bitcoin-Land der Welt werden.

Omicron und die Inflation haben die Weltwirtschaft gebremst, so der Internationale Währungsfonds in seinem jüngsten World Economic Outlook Report, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Der halbjährliche Bericht des IWF befasst sich mit Wirtschaftstrends in aller Welt, um das globale Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts zu schätzen. Für das Jahr 2022 schätzt der IWF das BIP-Wachstum auf 4,4 Prozent, was einem Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber der letzten Prognose vom Oktober entspricht.

Die hohen Inflationsraten sorgen für eine zunehmende Verunsicherung weltweit. Dies könnte dazu führen, dass vor allem Menschen in Ländern mit ohnehin schon erhöhter Teuerung Teile ihrer Ersparnisse in Kryptowährungen umschichten, um so zumindest eine gewisse Absicherung zu haben. Wobei natürlich nicht nur Bitcoin, sondern auch Ether und andere digitale Währungen ihren Reiz haben.

Während wir uns dem neuen Jahr nähern und uns vorstellen, was vor uns liegt, scheinen sich einige Trends abzuzeichnen. Der erste wird in der Einführung digitaler Zentralbankwährungen (CBDCs) bestehen, die versuchen werden, den privaten Bankensektor durch eine Kombination aus Zentralbank und Fintech zu ersetzen. Neue Währungen wie der digitale Dollar und der digitale Yuan versuchen, die Orwellsche Zukunft, auf die wir zusteuern, durch direkte Besteuerung, Kapitalkontrollen, Finanzüberwachung und ein universelles Grundeinkommen zu beschleunigen.

Diese Währungen sind keine größere Bedrohung für Bitcoin als jede Fiat-Währung heute ist. Über 90 Prozent der US-Dollars sind bereits digital, und die meisten Regierungen wollen das Bargeld in den nächsten Jahren komplett abschaffen. Die Schaffung eines CBDC löst weder das Problem der Geldentwertung noch die Probleme der Finanzüberwachung und Zensur.

Der zweite Trend wird versuchen, Bitcoin zu regulieren. Wir hören bereits Gerüchte über Beschränkungen der Selbstverwahrung, die im Umlauf sind. Ein vollständiges Verbot der Selbstverwahrung ist unwahrscheinlich, aber Abhebungsbeschränkungen und zusätzliche KYC-Vorschriften sind fast sicher. In den nächsten Jahren wird es direkte Angriffe auf jeden geben, der versucht, Bitcoin privat zu nutzen. Doch dies könnte sich als Kampf gegen Windmühlen herausstellen.

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