Software-Entwickler: Ein Beruf, viele Möglichkeiten

Es gibt nicht den einen Software-Entwickler, der alles gleichermaßen gut kann. Denn dazu ist die Branche in den letzten Jahren zu vielfältig geworden. Dabei handelt es sich grundsätzlich um eine gute Nachricht für Software-Entwickler, denn so bietet der Beruf eine Vielfalt an unterschiedlichen Spezialisierungsmöglichkeiten und jeder Developer kann gezielt seine Stärken dort einsetzen, wo sie benötigt werden. Doch welche Jobs gibt es dabei eigentlich genau?

Die Branche bietet drei unterschiedliche Ausrichtungen

Die beste Voraussetzung für den Job als Software-Entwickler ist mit Sicherheit ein Informatikstudium. Doch Voraussetzung ist das nicht immer. Viele heute erfolgreiche Entwickler haben sich ihre Programmierkenntnisse selbst beigebracht.

Für Software-Entwickler ist es grundsätzlich möglich, sich in eine von drei Richtungen zu spezialisieren:

  • Bei Jobs im Bereich Infrastructure geht es primär um die Plattformen, auf der die Software läuft. Beim Verkehr müssen zunächst erst einmal Straßen gebaut werden, damit Autos darauf fahren können. Bei der Software sind es die Plattformen, die entwickelt, gewartet und miteinander verbunden werden müssen, damit die Programme reibungslos funktionieren können.
  • Ein Software Engineer ist am gesamten Entwicklungsprozess der Software beteiligt. Das beginnt bei der Analyse und Konzeption und endet beim Test der Software.
  • Web Developer haben sich vor allem auf Anwendungen im Internet spezialisiert und kümmern sich dabei um die Apps für Smartphones und die Programme einer Webseite.

Die Berufsbilder im Bereich Infrastructure

Einer der populärsten Jobs im Bereich Infrastructure ist der DevOps-Engineer. Die Abkürzung steht für „Development and Operations“. Vereinfacht ausgedrückt besteht die Aufgabe aus der Programmierung, Auslieferung und Instandhaltung der Software. Oftmals geht es dabei darum, Standard-Software entsprechend für die Zwecke eines bestimmten Unternehmens anzupassen oder entsprechende Inhouse-Lösungen zu entwickeln.

Der Sysadmin ist dafür verantwortlich, die Infrastruktur am Laufen zu halten. Neben klassischen Servern spielen dabei auch Cloud-Systeme eine immer wichtigere Rolle. Die wichtigste Charakter-Eigenschaft eines Sysadmin ist es, sich auch in stressigen Situationen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.

Der Data Base Administrator (DBA) kümmert sich um Datenbanken und Datenquellen. Software Architects und Cloud Architects übernehmen die Verantwortung für die Vernetzung aller Produkte. Data Scients und Data Analysts beschäftigen sich primär mit Daten und erstellen Auswertungen aus der Vergangenheit und Prognosen für die Zukunft.

Jobmöglichkeiten im Bereich Software Engineering

Als Allrounder im Bereich Software Engineering gilt der Full Stack Developer. Er benötigt sowohl Kenntnisse im Frontend- wie auch im Backend-Bereich. Deshalb wird er oft als Teamlead für Entwicklerteams eingesetzt.

Der Backend Developer kümmert sich darum, dass die erforderlichen Daten für Apps und Frontend-Systeme zur Verfügung stehen. Dafür benötigt er vor allem ein breites Wissen zum Thema Schnittstellen-Management.

Application Developer kümmern sich vor allem um die Programmierung von Anwendungen für Unternehmen. Für die Verwendung auf Smartphones und Tablets werden hingegen App Developer beziehungsweise Mobile Developer benötigt.

Wer von der Welt der Spiele fasziniert ist, kann seine Programmierkenntnisse auch als Game Developer einsetzen. Doch Vorsicht: Hinter der Glamourwelt lauert in der Regel zwar ein abwechslungsreicher, aber auch stressiger Job. Wenn spiele rechtzeitig zum Release-Termin fertig werden müssen, sind arbeitsintensive Wochen mit 20 oder mehr Überstunden keine Seltenheit.

Der Quality Assurance Engineer (QA Engineer) versteht vor allem die Requirements eines Software-Projekts und kann dafür entsprechende Testverfahren entwickeln.

Web Developer: Frontend oder UX/UI

Wer über Software-Entwickler spricht, hat zunächst meistens das Bild der Web Developer vor Augen. Kein Wunder, denn die Webentwicklung bekommt sehr viel Aufmerksamkeit in den sozialen Medien und auf YouTube. Auch die sogenannten Coding Akademien widmen sich vorwiegend den Programmiersprachen, die bei der Webentwicklung zum Einsatz kommen.

Den wohl einfachsten Einstieg als Software-Entwickler bietet der Job des Frontend Developers. Die dafür erforderlichen Programmiersprachen HTML, CSS und Javascript sind leicht zu erlernen. Darüber hinaus ist das Wissen dafür auf entsprechenden Special-Interest Webseiten kostenlos abrufbar. Der Frontend Developer kümmert sich um den für Endkunden sichtbaren Bereich im Internet, also beispielsweise um den Aufbau einer Webseite oder eines Webshops.

Die Abkürzung UX steht für User Experience, also dem Nutzererlebnis. Dementsprechend kümmern sich UX Designer vor allem um den Gesamteindruck einer Webanwendung. Sie beschäftigen sich intensiv mit der Zielgruppe und versuchen, den Aufbau der Anwendung genau danach auszurichten. Ein guter UX Designer hat seinen Job dann erledigt, wenn die Anwendung von den Usern gerne und oft genutzt wird und diese dafür auch schnell und einfach die Informationen finden, die sie suchen.

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