In der österreichischen Sagenwelt existiert kein Hai. Drachen hausen in den Klammen der Steiermark, Wassermänner treiben in den Seen des Salzkammerguts ihr Unwesen, und die Salige Frauen tanzen im Mondlicht über Almwiesen. Der Hai hingegen fehlt. Er ist das Unbekannte, das Fremde, das erst durch das Kino, durch Dokumentationen und schließlich durch das Internet seinen Weg in die kollektive Vorstellungswelt der Alpenrepublik fand. Vielleicht erklärt gerade diese kulturelle Unbeflecktheit die Faszination für Razor Shark casino. Der Titel ist nicht belastet von jahrhundertealten Erzählungen. Er ist eine leere Leinwand, auf die sich die Sehnsüchte und Ängste einer Binnennation projizieren lassen.
Die Geometrie des Unbewussten
Das Design des Titels offenbart bei genauerer Betrachtung eine verblüffende Nähe zur österreichischen Architektur der Moderne. Die klaren Linien, der Verzicht auf überflüssige Ornamente, die Konzentration auf das funktionale Raster – es sind die Prinzipien der Wiener Werkstätte und des Bauhauses, die hier in eine digitale Unterwasserwelt übersetzt wurden. Das 5×4-Gitter ist kein Zufallsprodukt, sondern ein streng komponiertes Raumgefüge, vergleichbar mit den Fassadenentwürfen eines Otto Wagner.
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